Frau und Familie und Beruf 1990 bis 2020

Egal wie, es kann anders gesehen werden

Sonntag, 8. März 2020

Gisela Krämer und einige Erlebnisse aus Führungsarbeit und 25 Jahren Selbstständigkeit und als Mama zweier Jungs

1990

Hätten Sie diese Frage auch einem Mann gestellt?

Mein erstes Kind war geboren und die Erziehungszeit, die Peter und ich uns teilten, näherte sich dem Ende.

Ich erhielt einen Anruf eines Headhunters mit der Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, bei einer großen Firma im Produktionsbereich die Position der Personalleitung zu übernehmen. Die Größenordnung lag bei 2.500 Mitarbeitern.

Der Herr fragte im Laufe des Gesprächs: "Sie haben ein kleines Kind, habe ich gehört?" "Ja."

"Was machen Sie mit Ihrem Kind, wenn Sie arbeiten?"

Ich war im ersten Moment völlig verblüfft über diese Frage und war gar nicht auf die Idee gekommen, dass mich das irgendjemand fragen könnte.

Daher war meine Antwort sicher nicht ganz so diplomatisch: "Sie können davon ausgehen, dass mein Kind versorgt ist, wenn ich arbeiten gehe! Hätten Sie diese Frage auch einem Mann gestellt?"

Er war etwas hilflos. "Ja, nein... Sie müssen doch verstehen.." "Es tut mir leid, ich kann diese Frage nicht verstehen.

Ich bin mir sicher, dass er nach diesem Gespräch zumindest einen neuen Baustein in seiner Weltensicht hatte. Ich konnte grundsätzlich seine Sorge nachvollziehen, aber als berufstätige Mama auch wieder nicht.

Warum auch? Manchmal denke ich im Rückblick, wenn ich heute einige junge Mütter höre, was ihnen so begegnet, dass immer noch nicht genug Zeit vergangen ist. Warum werden das Frauen gefragt?

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