Es gibt kein Versuchen

Gleiche Vorgehensweise - unterschiedliche Ergebnisse

Sonntag, 26. Juli 2020

Mit Logik und Konsequenz, Yoda und Aristoteles

Paul Watzlawick und Einstein, alle haben sich mit Entscheidungen und den Konsequenzen auseinandergesetzt. Lustig und nachdenklich.

„Tue es oder tue es nicht, es gibt kein Versuchen“?

So sprach Jedi-Meister Yoda in StarWars zu Luke Skywalker. Dieser übte und übte und als Yoda ihn aufforderte, es noch einmal zu tun, sagte er mutlos, und sicherlich auch, um es seinem Meister recht zu machen; „Ich kann es ja versuchen“.

Diese Aussage beinhaltet zweierlei: Zum einem glaubt er nicht wirklich daran, dass das Ziel erreicht werden kann. Zum zweiten ist es eine Aussage, die einem Antreiber Rechnung trägt „Streng dich an…“

Weil ich ich dann wenigstens angestrengt habe, auch wenn ich das Ziel nicht erreiche oder jedenfalls selten. Der situative Antreiber lässt uns zu Meistern im Durchhalten werden, im Versuchen und Scheitern, im Fallen und Aufstehen, wieder und wieder und wieder.

Ich sage nicht, dass es sich nicht lohnt, uns auf Dinge einzulassen, uns anzustrengen, es schlicht zu versuchen, statt sich niederzusetzen und zu jammern und den Versuch erst gar nicht zu starten.

Es geht mir um die Situationen, die mehr als 2-3 mal vorkommen, immer wieder.

Das Gesetz der Logik

Wenn Du immer wieder das tust,
was Du immer schon getan hast,
dann wirst Du immer wieder das bekommen,
was Du immer schon bekommen hast.

Wenn Du etwas anderes haben willst,
musst Du etwas anderes tun!
Und wenn das, was Du tust, Dich nicht weiterbringt,
dann tu etwas völlig Anderes –
statt mehr vom gleichen Falschen!


Paul  Watzlawick, Philosoph, 1921 – 2007

Gehe das Risiko ein, es bringt weiter

Auf Basis der logischen Gesetze (zumeist Aristoteles) ergibt dies die zwingende Aussage: Wenn ich mit der gleichen Art und Weise Lösungswege und Handlungen versuche und immer wieder das gleiche Ergebnis bekomme, ist vielleicht gar nicht das Ergebnis falsch und schon gar nicht der Versuch, sondern der Handlungsweg und die Art und Weise, also, das, was ich tue.

Das ist letztlich das, was Yoda meinte: Geh ein Risiko ein, eine Entscheidung birgt immer ein Risiko, nämlich zu scheitern oder zu gewinnen und die ganze Welt dazwischen. Es erst gar nicht zu versuchen, kommt einem Desaster gleich und bringt niemanden voran. Jeder Versuch, jedes Risiko, etwas anderes zu tun, bringt uns weiter.

Es gibt kein Scheitern

Für mich persönlich gibt es kein Scheitern, sondern nur etwas, das mich weiterbringt – und sei es im Lernen, in der Erkenntnis, in einem herzlichen Lachen über mich und die Welt. Und das ist gut so.

Mögen Sie also etwas tun oder etwas lassen, ganz in der Historie von Aristoteles und P. Watzlawik und Yoda.

Wie geht es Ihnen damit? Ich freue mich über Ihre Meinung und einen regen Austausch.

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