Die stille Kündigung – Mediation bei innerer Kündigung und Resignation
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Sie sind noch da. Aber innerlich längst gegangen.
Stille Kündigung passiert leise. Ohne Antrag. Ohne Gespräch. Ohne klare Eskalation. Mitarbeitende erfüllen ihre Aufgaben – korrekt, zuverlässig, formal. Doch Engagement, Initiative und echte Verbindung sind verschwunden.
Dienst nach Vorschrift ist kein arbeitsrechtliches Problem. Es ist ein Beziehungsproblem. Und oft ein Symptom für etwas, das nie ausgesprochen wurde.
Was stille Kündigung wirklich bedeutet
Stille Kündigung ist keine formale Kündigung. Sie ist ein innerer Rückzug. Resignation. Ein schrittweises Abschalten.
Menschen sagen nicht: „Ich gehe.“
Sie sagen innerlich: „Ich mache, was ich muss – aber nicht mehr.“
Die Gründe sind selten banal. Häufig geht es um:
fehlende Anerkennung
ungeklärte Erwartungen
nicht bearbeitete Konflikte
dauerhafte Überlastung
fehlende Entwicklungsperspektiven
als unfair empfundene Führung
Innere Kündigung entsteht selten über Nacht. Sie ist meist das Ergebnis vieler nicht geführter Gespräche.
Zahlen, die nachdenklich machen
Aktuelle Engagement-Erhebungen zeigen seit Jahren ein ähnliches Bild: Nur ein kleiner Teil der Mitarbeitenden fühlt sich emotional stark an das eigene Unternehmen gebunden. Ein großer Anteil arbeitet engagiert im Rahmen – aber ohne zusätzliche Initiative. Ein relevanter Teil hat innerlich bereits abgeschlossen.
Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich: Produktivitätsverluste, steigende Fehlzeiten, sinkende Innovationskraft und hohe Fluktuationskosten.
Doch nur wenige dieser Fälle werden offen angesprochen. Die meisten Konflikte landen weder beim Betriebsrat noch vor Gericht. Sie bleiben unsichtbar – bis Menschen gehen.
Warum stille Kündigung kein Faulheitsproblem ist
Innere Kündigung wird häufig moralisch bewertet. Als mangelnde Motivation oder fehlende Leistungsbereitschaft.
Tatsächlich ist sie oft ein Schutzmechanismus. Wenn Menschen über längere Zeit das Gefühl haben, nicht gehört oder gesehen zu werden, ziehen sie sich zurück. Nicht aus Bequemlichkeit – sondern aus Selbstschutz.
Wo Beziehung fehlt, sinkt Bindung.
Wo Bindung fehlt, sinkt Engagement.
Wo Mediation ansetzt – bevor es zu spät ist
Mediation ist kein Instrument zur Konfliktvermeidung. Sie ist ein strukturierter Raum für das Gespräch, das sonst nicht geführt wird.
In einer Mediation können Sätze ausgesprochen werden wie:
„Ich fühle mich nicht mehr wahrgenommen.“
„Ich habe mehrfach etwas angesprochen – es hat sich nichts verändert.“
„Ich arbeite gern – aber nicht in diesem Klima.“
„Ich war einmal motiviert. Irgendwann habe ich aufgegeben.“
Mediation schafft:
Begegnung auf Augenhöhe
Klarheit über Erwartungen und Rollen
Transparenz über Belastungen
Raum für Verantwortung auf beiden Seiten
die Möglichkeit eines echten Neustarts
Vertrauen durch Vertraulichkeit
Gerade in Unternehmen ist Vertrauen oft brüchig. Deshalb gilt in der Mediation:
Keine Hierarchie im Gesprächsraum
Freiwilligkeit
Vertraulichkeit
Gesetzliche Schweigepflicht des Mediators
Was auf dem Spiel steht
Stille Kündigung betrifft nicht nur einzelne Mitarbeitende. Sie wirkt sich auf gesamte Teams aus.
--> Produktivität sinkt
--> Innovationskraft leidet
--> Unternehmenskultur wird zynischer
--> Leistungsträger orientieren sich neu
Wenn Arbeit nur noch Funktion erfüllt, aber keinen Sinn mehr stiftet, wird sie austauschbar. Und Menschen werden es ebenfalls.
Gespräche oberflächlich bleiben
Energie im Team fehlt
Krankenstände steigen
Initiative nachlässt
Mitarbeitende „nur noch da sind“
Fazit:
Mediation ist kein bequemer Prozess. Sie verlangt Klarheit und Bereitschaft zur Selbstreflexion. Aber sie kann der Wendepunkt sein – bevor aus innerer Kündigung eine reale wird.
Stille Kündigung ist kein individuelles Versagen.
Sie ist ein Hinweis auf eine gestörte Beziehung im System.
Und Beziehungen lassen sich klären – wenn gesprochen wird.
Stille Kündigung – wenn Mitarbeitende innerlich gehen
In Unternehmen geschieht es häufig leise: Menschen sind noch anwesend, erfüllen ihre Aufgaben – aber innerlich haben sie sich längst zurückgezogen.
Dienst nach Vorschrift wirkt nach außen korrekt. Doch Engagement, Initiative und echte Verbindung fehlen. Stille Kündigung ist selten ein Motivationsproblem – sie ist meist ein Zeichen ungeklärter Erwartungen und unausgesprochener Konflikte.
Innere Kündigung entsteht selten plötzlich.
Oft sind es viele Gespräche, die nicht geführt wurden –
und Signale, die übersehen wurden.
Mediation schafft einen geschützten Raum,
damit ausgesprochen werden kann, was sonst unausgesprochen bleibt –
bevor Mitarbeitende innerlich oder tatsächlich gehen.