Modul 5 Mit Anlauf in die Zertifizierung

Praxisbericht Modul 5 Coaching-Ausbildung

Mittwoch, 19. Februar 2020

Und wenn sie nicht aufgehört haben zu coachen, dann arbeiten sie noch immer

Coaching Ausbildung Modul 5 (10.10.2019 – 12.10.2019)

Es waren einmal 5 Ausbildungsteilnehmer und 2 Ausbilder, die sich vor einem Jahr in Waltenhofen zusammengefunden haben, um gemeinsam die Coachingausbildung zu starten.

5 Module lang bearbeiteten sie Fälle, lernten die verschiedensten Methoden kennen und gingen Mittags zusammen essen.

Jetzt, ein Jahr später, waren wir in unserem letzten Modul angekommen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickten wir dem Ende unserer Ausbildung entgegen.

Vor diesem Modul sollten wir, als Teil der Abschlussprüfung, einen Fall eigenständig bearbeiten und diesen in Schriftform abgeben. Ich hatte seit März Bammel vor dieser Aufgabe und dachte ich würde nie einen Fall bekommen aber durch einen großen Zufall konnte ich die Aufgabe doch noch erfüllen. Im letzten Modul wurden dann die Fälle durchgesprochen. Es war sehr interessant, welche Methoden die anderen Coaches angewendet hatten und überhaupt, welche Fälle den anderen zugekommen waren. Ich konnte erkennen, dass ein Coaching nicht immer nach Plan läuft. Mein Coachee zum Beispiel sprach kein Wort deutsch, das Coaching einer Kollegin fand in sehr merkwürdigen Räumlichkeiten statt. Man kann nicht immer alles planen und muss auch mal improvisieren und man muss sich recht schnell auf ändernde Situationen einstellen können. Trotz gewisser erschwerender Umstände, konnte ich meinen Fall zu Ende bringen und durfte diesen dann im letzten Modul präsentieren.

Aber nicht nur unsere Fälle wurden präsentiert. Jeder hatte die Aufgabe, eine kleine Präsentation über ein selbstgewähltes Thema zu halten. Den Anfang machte eine Märchenlesung des Märchens Rapunzel. Der Raum wurde abgedunkelt, wir setzten uns alle gemütlich hin und hörten der Erzählerin zu. Das war sehr entspannend und ich war fast traurig, als das Märchen zu Ende war. Jetzt bestand die Präsentation aber nicht nur aus dem Vorlesen einer Geschichte, sondern wir sollten im Anschluss auch noch aufzählen, welche Beweggründe die einzelnen Figuren hatten, um deren Taten nachvollziehen zu können. Zum Beispiel handelt die Hexe weniger aus Bösartigkeit, sondern viel mehr aus Einsamkeit und dem Drang jemanden für sich zu haben. Sehr interessant, was alles in einem Märchen drin steckt.

Meine Präsentation war über transformationale und transaktionäre Führung. Etwas trockener, als das Märchen.

Nach Theorie, Fallbesprechungen, Mittagessen und den Präsentationen, war es dann am Samstag den 12.10.2019 soweit: die Abschlussprüfung. Lange gefürchtet und wenig antizipiert. Zumindest von meiner Seite aus. In der Abschlussprüfung bekommt man per Zufallsverfahren einen Fall für den man dann in einer Stunde eine Vorgehensweise entwickeln muss und diese nach einer Stunde den Prüfern (Gisela und Peter) erläutern muss. Sehr spannend war dabei, wie die anderen Coaches ihren Fall bearbeiten würden.

Zum Beispiel haben eine Kollegin und ich die gleiche Methode (die Erlebniswelten) angewandt, hatten aber einen ganz anderen Fall und haben diese Methode auch in anderem Kontext angewandt. Für mich sind solche Prüfungen immer ziemlich nervenaufreibend, ich kann da nicht entspannt bleiben. Ich hatte eine Stunde lang einen Puls von 200 (stark aufgerundet) und im Endeffekt war es dann wirklich nicht schlimm. Auch das haben wir ohne Blessuren überstanden.

Nachdem jeder die Prüfung bestanden hatte, gab es eine kleine Abschlussfeier. Inhalt dieser Abschlussfeier war ein lang ersehntes Zertifikat, ein kleines Geschenk, ein Fotoshooting und Erfrischungsgetränke in Form von sprudeligem Traubensaft. Ich war froh, dass wir alle unsere Ausbildung erfolgreich abschließen konnten.

Insgesamt war die Coachingausbildung für mich eine einmalige Erfahrung und ich bin sehr froh, dass ich die Chance bekommen habe daran teilzunehmen. Ich habe neue, nette Leute kennengelernt, mir viel Wissen aneignen können und Erfahrungen gesammelt, die ich nicht mehr missen will.

Ich kann nur jedem empfehlen so eine Coachingausbildung bei PFEOS zu machen, egal ob als Privatperson oder als Personalmanager in einem großen Betrieb (oder als Student). Also vielleicht ist es ja Zeit, eine neue Erfahrung zu machen und mal die Perspektive zu wechseln (verstanden? Wegen der CoachingMethode Perspektivenwechsel)?

Ein Jahr später also waren wir alle fertig mit der Ausbildung und mussten uns voneinander verabschieden. Jedoch nicht für immer. Wir werden uns sicher bei der ein oder anderen Supervision oder bei einem Übungsabend Wiedersehen.

Denn, wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…

Ende (Franziska)

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