Veränderung geht nur "Mit Etwas" und nicht "Dagegen"

Machen Sie etwas DAMIT satt DAGEGEN

Samstag, 6. Juni 2020

Gewinnen dürfen alle, verlieren soll niemand. Veränderung ist nie leicht. Sie muss manchmal sein und ist manchmal gewählt. Was der Preis und die Vorgehensweise ist? Erfahren Sie es hier

Die Pandemie beschleunigt Veränderung

Vor Corona ist nach Corona? So etwas wie Normalität kann es meines Erachtens nicht geben, weil es ein anderes Normal sein wird. Wir können nicht so tun, als gäbe es die Pandemie nicht.

Wir können nicht so tun, als hätte sich durch die vergangenen drei Monate nichts verändert, social distancing zeigt deutlich, wie stark Menschen als soziale Einheit, in Teams, in Familien und Freundschaften verbunden sind.

Es sind tolle Kontakte entstanden, die bisher nicht bestanden und die sicherlich erhalten bleiben werden. Es haben sich aber auch deutliche Risse gezeigt in Systemen, die bisher noch unter guter Kommunikation und Kollegialität oder günstigen Verkaufszahlen verborgen waren.

Die Veränderungen, die ohne Corona noch ca. 2 Jahre in Anspruch genommen hätten, sind jetzt wesentlich beschleunigt worden. Damit haben wir es nun mit Problemen zu tun, die eine höhere Priorität haben oder schon Notfälle sind.

Damit sind wir bei der Frage dieses Artikels: Können wir etwas DAGEGEN tun?

Nein, leider nicht, wir können und müssen etwas DAMIT tun.

Mit der Situation, mit den Beziehungen, mit den notwendigen Maßnahmen, DAMIT wir das so gut händeln, wie es eben geht unter Beachtung von Realität und Vernunft.

Krisen und Stresssituationen sind immer eine Herausforderungen

Es dauert wenige Sekunden oder sogar nur Millisekunden, bis auf eine eingetretene Situation bei uns die Reaktion eintritt.

Und der Ärger ist da.

Oder die Trauer, die Wut oder eine andere negative Emotion. Natürlich haben wir auch positive Gefühle, aber in diesem Artikel geht es um den Prozess, der als Selbstläufer eine hohe Geschwindigkeit annimmt. Oft suchen wir erstmal einen Schuldigen und sind empört und reagieren mit verbalen -oder auch nonverbalen- Angriffen oder ziehen uns zurück, wenn wir nicht genug Macht verspüren.

DAGEGEN muss ja auch etwas unternommen werden.

Nur - der Andere wehrt sich natürlich, wenn er unsere Reaktion wiederum als gegen ihn gerichtet ansieht. Sie kennen sicherlich schon die Begriffe „Reptiliengehirn“ oder „Psychologische Spiele“?

Tatsache ist, dass die normale Vorgehensweise leider einen Haken hat – im wahrsten Sinne des Wortes -. Der Köder ist gelegt und wahrscheinlich hängen wir schon dran.

Das eigentliche Problem wird nicht gelöst. Deshalb möchte ich mit Ihnen der Idee folgen:

Etwas DAMIT / DAFÜR tun, statt DAGEGEN.

Damit entsteht gedanklich und emotional ein Gegensatz zum Ärger. Sie befassen sich mit den Lösungen und der Suche nach Positivem und nicht mit Problemen. Was das für Sie stimmungsmäßig bedeutet liegt auf der Hand. Unser Unbewusstes ist immer wach, nimmt wahr, völlig kritikfrei und immer alles für bare Münze nehmend.

Es glaubt also schlicht alles!

Wenn Sie sich mit den DAGEGEN-Inhalten beschäftigen und sich emotional reinsteigern, dann hat das Unbewusste große Probleme, richtig von falsch zu unterscheiden. Das hat es schlicht nicht gelernt.

Enttrübung

Die Übersetzung, was das denn heißt: Das darf ja wohl nicht wahr sein. Das ist unmöglich. Ich will das nicht… Die Zeit der Übersetzung benötigt 150 % der Zeit, um herauszufinden, was ich denn will, was wahr ist, was möglich ist.

Je mehr Sie sich ärgern, desto stärker wird die Eintrübung im Erwachsenen-Ich, der Zugriff auf das, was jetzt notwendig und richtig ist und was im Hier und Jetzt erforderlich ist, ist beschränkt. Die Klärung und der Umgang DAMIT ist der einzige Weg zur Enttrübung.

Jammern allein ist keine Lösung, nach Lösungen zu suchen, schon eher. Wenn Sie aktiv etwas tun, haben Sie eine positive Sicht auf die Sache und damit auch auf die Person. Niemand wird beschuldigt oder angegriffen.

Selbstverständlich ist DAMIT nicht gemeint, dass Sie immer wegschauen, es gibt genug Themen und Dinge, gegen die etwas unternommen werden muss. Dagegen zu sein reicht nicht, Aktiv wird es erst, wenn Sie tatsächlich hinschauen und DAMIT unegoistisch und klug proaktiv reagieren.

Reframing von Gefühlen

Mutter Theresa hat gesagt, dass sie niemals zu einer Anti-Kriegs-Demo gehen werde, aber sehr wohl zu einer Friedensdemo.

Gegen Krieg zu sein, bedeutet unter Umständen auch, dass jeder, der nicht gegen Krieg ist, falsch unterwegs ist. Wenn Sie für Frieden sind, greifen Sie niemanden an.

Kommunikation gelingt DAMIT eine elegante Umleitung und ein Reframing von ärgerlichen Gefühlen.

Beispiel

"Sie machen viele Fehler! Tun Sie etwas dagegen!"

Was passiert jetzt automatisch? Sie konzentrieren sich auf die Fehler und wieso diese passiert sind und wer und was daran schuld war.

An und für sich spielt es keine ganz große Rolle. Das Ei ist aus dem Kühlschrank gefallen und kaputt. Welchen Sinn hat es, darüber zu jammern und zu diskutieren, wie das hat geschehen können?

Ein proaktiver Umgang mit Fehlern ist daraus zu lernen und sich DAMIT weiterzuentwickeln.

Das könnte das Anlegen einer Checkliste sein,
das stichprobenweise Überprüfen oder
die digitale Unterstützung.

Es geht weiter...

Sie möchten mehr konkrete Beispiele, damit Sie sich die Vorgehensweise vorstellen können?

Gerne. Schauen Sie wieder rein!

Autorin: Gisela Krämer

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